Drei Fürther Aufsteiger sind Europameister

Unsere EM-Helden David Raum, Anton Stach und Paul Jaeckel über ihren Erfolg in der Nationalmannschaft.

Fotos: Thomas Böcker/DFB.
Profis
Dienstag, 08.06.2021 // 17:43 Uhr

Die Vollendung einer sensationellen Saison - die SPVGG GREUTHER FÜRTH stellte als einziger Klub drei Nationalspieler für die Europameisterschaft.

Anton Stach stand im EM-Viertelfinale gegen Dänemark in der Startelf.

Irgendwann, kurz vor Schluss, gewährte uns das Fernsehbild aus Ljubljana eine Nahaufnahme. David Raum führte auf der linken Seite, tief in der Hälfte des Gegners, einen Einwurf aus. Ein Blick ins Gesicht, und man sah, was ihn und seine beiden Fürther Kameraden so wertvoll für die U21-Nationalmannschaft gemacht hat: Trotz aller Erschöpfung strahlte er diese Entschlossenheit aus, die auch das Kleeblatt in dieser Zweitliga-Saison ausgezeichnet hatte. Nie aufgeben, immer weitermachen, an den eigenen Erfolg glauben. Am Ende stand ein 1:0-Finalsieg des deutschen Nachwuchses gegen Portugal.

Die EM war ein riesen Abschluss eines Jahres von 0 auf 100.000.
Anton Stach

Der Fürth-Faktor beim U21-Europameister ist hoch, es ist sogar der höchste aller Klubs. Nur das Kleeblatt ist mit drei Abstellungen im Kader von Nationaltrainer Stefan Kuntz vertreten. Und somit hat die Spielvereinigung Greuther Fürth nach dem Endspiel-Triumph in der slowenischen Hauptstadt erstmals Nachwuchs-Europameister in ihren Reihen, wie Anton Stach: „Die letzten Wochen waren mega aufregend für mich, im Verein als auch mit der Nationalmannschaft. Die EM war ein riesen Abschluss eines Jahres von 0 auf 100.000. Ich habe nicht erwartet, dass das alles so schnell geht.“

Durch diesen Aufstieg und den EM-Titel werden wir immer vereint sein.
David Raum
David Raum absolvierte Viertel- und Halbfinale sowie das EM-Finale über die volle Distanz.

David Raum drückt die Gefühle der drei Kleeblättler so aus: „Super, dass das Kleeblatt die meisten Spieler im EM-Kader gestellt hat. Das wird uns drei immer verbinden, durch diesen Aufstieg und den EM-Titel werden wir immer vereint sein.“ Nach dem Titelgewinn hätten sich die drei Fürther kurz zusammengesetzt, erzählt Raum: „Unsere Saison – da spreche ich auch für Anton und Paul – hätte nicht besser laufen können.“

Anerkennung für das Kleeblatt

„Das ist ohne Zweifel auch eine Bestätigung für unsere Arbeit in Fürth, wenn gleich drei Spieler der Spielvereinigung bei einem solchen Erfolg im Kader stehen“, freut sich auch Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi. Eigentlich brauchte man nach dem Aufstieg in die Bundesliga keinen weiteren Beweis dafür, dass der Fürther Weg mit jungen, entwicklungsfähigen Talenten ein erfolgreicher ist – doch nimmt man rund um den Ronhof die dreifache Fürther Beteiligung als weitere „Belohnung“ gerne an.

Es war auf jeden Fall eine crazy Zeit.
Paul Jaeckel

David Raum stand während des gesamten Endspiels auf dem Feld, Anton Stach wurde eingewechselt kurz vor dem Ende. Paul Jaeckel kam zwar im Finale nicht zum Einsatz, doch auch der dritte Fürther im Bunde hatte schon in den Runden zuvor seinen Beitrag zum Erfolg gleistet – nicht zuletzt durch seinen souverän herausgeschossenen, entscheidenden Treffer zum 6:5-Sieg im Elfmeterschießen gegen die Dänen im Viertelfinale.

Alle drei Spieler standen ja gar nicht im ursprünglichen U21-Kader und haben sich erst durch ihre kontinuierlichen Leistungen im Kleeblatt-Trikot in den Fokus von Nationaltrainer Stefan Kuntz geschoben. Wer weiß, dass große Veränderungen in U-Nationalmannschafts-Kadern eher selten sind, kann die Leistung der drei Fürther noch besser einordnen.

Paul Jaeckel schoss die DFB-Junioren mit seinem Elfmeter ins Halbfinale.

Die drei Fürther Protagonisten werden wohl auch noch ein wenig brauchen, bis sie die Erfolge der letzten Wochen richtig realisieren. „Ja, es war auf jeden Fall eine crazy Zeit, mit dem Aufstieg und jetzt mit der Europameisterschaft. Das wird auch noch ein bisschen dauern, das richtig zu begreifen, was man da eigentlich geschafft hat“, bestätigt Paul Jaeckel und ergänzt: „In Fürth hat man viel länger an dem Erfolg gearbeitet und da konnte ich noch mehr meinen Teil dazu beitragen als jetzt bei der EM. Aber ich glaube, die Chance, sich Europameister zu nennen, kommt nicht so oft. Deswegen hat beides eine hohe Wertigkeit, die aber nicht miteinander zu vergleichen ist.“

Jetzt geht's für alle drei in den Urlaub, wo sie dann wohl nach und nach realisieren, was für ein Jahr das war und was sie erreicht haben oder wie Anton Stach ausführt: "Meine Entwicklung ist gut und noch lange nicht zu Ende. Von daher nach dem Urlaub dann wieder vollen Fokus auf den Verein und auf die Saison."

 
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