Elfer-Krimi entscheidet den Pokal-Fight

Kleeblatt steht in nächster Pokalrunde!

Profis
Dienstag, 22.12.2020 // 22:05 Uhr

Die SPVGG GREUTHER FÜRTH zieht in die nächste Pokalrunde ein! In einer umkämpften Partie glich das Kleeblatt schnell die frühe Führung der TSG Hoffenheim aus, in Durchgang zwei war es umgekehrt. Seguin vergab in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß, auch nach 120 Minuten stand es noch 2:2 - bis schlussendlich Marco Meyerhöfer mit dem 18. (!) Elfmeter die Entscheidung brachte.

Akpoguma (links) kann es nicht fassen: Sebastian Ernst trifft zum Ausgleich und steht dabei nicht im Abseits.

Beeindruckend war, dass das Kleeblatt spielerisch, taktisch und läuferisch absolut auf Augenhöhe mit der TSG agierte und aufgrund der deutlich höheren Anzahl an guten Chancen als gerechter Sieger den Platz verließ. Aus dem Spiel, das nach 120 Minuten 2:2 stand, heraus hatten Sebastian Ernst und Marco Meyerhöfer getroffen. Meyerhöfer schoss am Ende auch den entscheidenden Elfer zum 6:7-Gesamtstand.

Die Hoffenheimer begannen zunächst offensiv, das Kleeblatt wartete ab. David Raum hatte in der 6. Minute die erste Schusschance, wurde aber geblockt. Auf der anderen Seite war es Baumgartner, der frei gespielt wurde, aber aus zwölf Metern drüber zielte.

In der 13. Minute erlief Bebou eine Pass von Sascha Burchert, spielte nach innen, wo Kramaric frei aus fünf Metern problemlos zur 1:0-Führung der TSG einschieben konnte.

Kurz darauf musste Burchert weit aus dem Tor eilen, um einen Steilpass Rudys vor Bebou abzufangen. Erneut Bebou war es dann, der Burchert mit einem Aufsetzer aus 20 Metern prüfte (20.).

Im Gegenzug der Ausgleich. Zunächst wurde eine Fürther Flanke abgewehrt, Anton Stach setzte aber nach und zog ab. Der Ball fand Sebastian Ernst, der aus der Drehung zum 1:1 einschoss (21.).

Die große Möglichkeit zur Kleeblatt-Führung hatte nach 26 Minuten Jamie Leweling. Raums präzise Flanke köpfte er aus sechs Metern aufs Tor, der Ball touchierte die Oberkante der Latte.

Zwei Minuten darauf war es wieder Raum, der flankte. Nielsens Nachschuss nach zunächst abgewehrtem Kopfstoß wurde abgeblockt. Nach einer halben Stunde wider das Kleeblatt: Nielsen köpfte eine Meyerhöfer-Flanke, traf aber den Rücken von Julian Green.

In der Endphase der ersten Hälfte versuchten die Gastgeber wieder mehr, bis auf einen Schuss von Kramaric aus 15 Metern, der vorbei ging, kam nichts dabei heraus. Die letzte erwähnenswerte Aktion der ersten Halbzeit gehörte der Spielvereinigung. Leweling lupfte den Ball vom rechten Flügel nach innen, Ernst konnte den Ball aber nicht schnell genug kontrollieren, sodass Hoffenheim abwehren konnte.

Blitzstart in Durchgang zwei

Blitzstart in Durchgang zwei: Marco Meyerhöfer, schon in Runde eins gegen Meinerzhagen erfolgreich, markiert sein drittes Pokal-Tor 20/21.

Die zweite Hälfte begann mit einem Fürther Paukenschlag. Nach schöner Kombination spielte Nielsen im Strafraum auf Meyerhöfer, der den Ball mit der Stiefelspitze an Baumann vorbei ins Netz einsandte.

Leider hielt die Führung nicht lange, denn in der 49. Minute bekamen die Platzherren einen Freistoß zugesprochen. Rudy brachte die Kugel nach innen, wo Akpoguma unbedrängt aus zehn Metern zum 2:2 einköpfen durfte.

Hoffenheim hatte nun eine Phase der Überlegenheit, doch nur nach einem Querschläger hatte der Bundesligist durch Baumgartner eine Chance, der wurde aber geblockt.

Mit der Zeit löste sich die Spielvereinigung wieder. Einen weiten Pas von Stach schoss Green direkt aufs Tor, aber in die Arme von Baumann. Kurz darauf die Möglichkeit für Rudy: Alleine am Fünfmeterraum kam er zum Kopfball, setzte den Ball aber über de Latte (68.).

In der 79. Minute war es dann Seguin, der es mit einem Freistoß aus 23 Metern direkt probierte, Baumann lenkte die Kugel über das Tor. Einen Schreckmoment hatte das Kleeblatt noch zu überstehen, als in der letzten Minute Skov aus 16 Metern zum Schuss kam, doch der Schuss wurde abgelenkt.

Als man schon mit Verlängerung rechnete, lief Branimir Hrgota halbrechts in den Strafraum. Sessegnon wollte sich die Kugel angeln, traf aber das Schienbein des Fürthers. Ein klarer Elfer, es gab keine Proteste der Hoffenheimer. Seguin trat an, doch Baumann wehrte ab. Beim Nachschuss spitzelte Vogt Seguin den Ball auf der Torlinie vor der Nase weg. So gab es doch Verlängerung.

Die Nummer 18 entscheidet's als 18. Schütze

Zuversicht vor dem Schlusspunkt: Burchert übergibt voller Zuversicht an den im Endeffekt letzten Schützen des Tages Meyerhöfer.

Die begann gleich mit einem schönen Fürther Angriff, eine angefälschte Raum-Hereingabe fand den Weg vors Tor, wo Dickson Abiama aus kurzer Distanz an Baumann scheiterte.

Die Fürther übernahmen nun das Kommando, Hoffenheim hatte nicht mehr viel zuzulegen. Seguins Schuss wird von Adams geblockt, der gleiche Hoffenheimer rettet bei einer Flanke von Ernst gerade noch vor Abiama.

Kurz vor Ende der ersten Verlängerungsviertelstunde umspielt Abiama seinen Gegner, zieht nach innen, die Flanke wird zunächst geklärt, Sarpeis Nachschuss bringt nichts ein.

Dann die einzige Möglichkeit der TSG in der Verlängerung. Kramaric wird freigespielt, sein Schlenzer von der Strafraumlinie geht einen Meter rechts vorbei. Das letzte Wort hatten die Gäste, doch Hrgotas Kopfball aus zehn Metern geht deutlich rechts daneben. So ging es ins Elfmeterschießen.

Dramatik entwickelte sich nach Maxi Bauers Schuss über die Latte im ersten Versuch, doch der Hoffenheimer Vogt hebelte den Ball beim fünften und entscheidenden Elfer der TSG ebenfalls deutlich drüber, Hrgota glich mit sicherem Flachschuss aus.

Dann scheiterte Bogarde an Burchert. Den Matchball hatte Ernst, sein Schuss prallte an die Unterkante der Latte und vor der Linie auf den Boden. Was für ein Pech in dieser Situation. Doch das Kleeblatt bekam, nachdem Jaeckel und Tillman verwandelt hatten, den zweiten Matchball: Adams knallte den Ball an die Latte, er sprang weit ins Feld zurück. Nun lag es an Marco Meyerhöfer: Der lief an und traf sicher zum umjubelten und am Ende auch klar verdienten 3:2-Erfolg, der die Spielvereinigung in die dritte Runde einziehen lässt.

SPVGG GREUTHER FÜRTH: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Bauer, Raum - Stach (106. Tillman) - Seguin, Green (75. Sarpei) - Ernst - Nielsen (75. Abiama), Leweling (86. Hrgota)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Vogt, Nordtveit (34. Adams), Sessegnon - Rudy - Gacinovic (111. Bogarde), Baumgartner (58. Skov) - Kramaric - Bebou (76. Adamyan), Dabbur (76. Belfodil)

Tore: 1:0 Kramaric (13.) 1:1 Ernst (21.) 1:2 Meyerhöfer (46.) 2:2 Akpoguma (49.)

Elfmeterschießen: 1:0 Kramaric; Bauer vergibt; 2:0 Rudy; 2:1 Raum; 3:1 Skov; 3:2 Seguin; 4:2 Adamyan; 4:3 Sarpei; Vogt vergibt; 4:4 Hrgota; Bogarde vergibt; Ernst vergibt; 5:4 Akpoguma; 5:5 Jaeckel; 6:5 Sessegnon; 6:6 Tillman; Adams vergibt; 6:7 Meyerhöfer 

Schiedsrichter: Sören Storks

 

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